ausstellungen

ausstellungen:
2014: hausausstellungen (E)
2015: hausausstellungen (E)
2016: kunst im loft Lörrach (G)
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2016:
winzerkeller Kirchzarten (E)
2017: winzerkeller Kirchzarten (E)
2017: rathaus Albruck (G)
2017: int. kunstausstellung in Frankreich (G)

2017: mediathek Müllheim (E) 04.10. bis 30.12.02017
2018: helios klinik, 79379 Müllheim(E) 06.01. bis 15.03.2018
2018: whitas Werkhof, Hartheim (G), 01.04. bis 31.10.2018
Teilnahme an Projekt zum Thema "STADT"
2018: kurhaus Bad Krozingen (G) 04.05. bis 30.06.2018
2018: thersienklinik Bad Krozingen (G) 02.06. bis 31.08.2018
2018: helios klinik breisach (E) 08.07. bis 31.12.2018
2018: 17.11. bis 31.12.2018 pop-up-store in Staufen b. Freiburg
2019: 10.03. bis 07.04.2019 pop-up-gallery, Lörrach
2019: 01.04. bis 30.09.2019: Withas Werkhof (G), 20x20
2019: pop-up-gallery, Lörrach (G)
2019: pop-up-store, Staufen (G)

mitgliedschaften:
schreibwerkstatt klinspor, offenbach
Abstract ART Academy, freiburg
artstages




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Mittwoch, 9. Juli 2014

camembert aus der normandie - le meilleur!

die meisten käsefreunde, käseliebhaber und käsegourmets (oder die, die sich dafür halten)
haben vorlieben:
die einen mögen gerne zartschmelzenden, sahnigen, cremigen käse.
sie lassen ihn im mund schmelzen, schmatzen genussvoll, versuchen jedes gewürz zu erraten oder gar die kräuter zu erraten, die die milchgebenden kühe einst gefressen haben.

die anderen lieben hartkäse - greyerzer, bergkäse, höhlenkäse - kräftige, eher bröselige käsearten, von denen man sich ein herzhaftes stück absäbelt und genüsslich zum vino ist.


schmelzkäse, streichkäse, käseaufstriche usw. lasse ich hier aussen vor. denn das ist kein käse. das ist eine zusammengemischte pampe, meistens chemisch aufgemöbelt und mit ichweissnichtwas versetzt.
das vergesse wir an dieser stelle.

hier geht es um was anderes.
um was echtes. reines. natürliches. ehrliches.

um etwas, um das jede kategorie von käse essern nicht herumkommt.
ja, um camembert. "den camembert" aus der normandie.

quelle viva! 3 /2014

in der normandie gibt es einen der letzten bäuerlichen camembert-macher: francois durand.
ich  habe ein interview mit ihm gelesen.
das macht so laune. und so lust.

es geht los im pays s'auge. dort gelangt man über schmale landsträsschen, vorbei an saftigen grünen wiesen und knorrigen apfelbäumen an eine ortsschild.
darauf steht: camembert.

nach den überlieferungen soll im Jahre1791 deraAbbé charles-jean bonvoust auf der flucht vor der revolution bei der bäuerin marie harel zuflucht erhalten haben. als dank habe er sie in die geheimnisse der käserei eingeweiht.
heute gibt es an diesem platz noch einen einzigen bauern, der camembert in der ursprünglichen traditionellen art und weise herstellt. ein käse aus geronnener milch vom eigenen hof. nur handarbeit.

morgens legt francois durand hand an und macht sich in bester laune daran, seine 60 kühe zu melken. mit der milch vom vorabend kommen so rd. 1500 ltr. milch höchster qualität zusammen.
francois gibt kälberlab hinzu, so dass die milch gerinnt.
nachdem dies geschehen ist, werden 600 weisse zylindrischen formen gefüllt - im fachjargon: moulé à la louche genannt. d.h. in jede form werden exakt 5 kellen gefüllt, nach jeder kelle muss die mischung ruhen - eine 3/4 stunde. dann kommt die nächste schöpfkeller darauf.
so soll der camembert letztendlich zu seiner vollendeten Reifung kommen.

ist die molke abgeflossen, dann werden die kleinen rohkäse aus der form genommen und rundum gesalzen. dann mit edelschimmelsporen besprüht.
so jetzt beginnt die Reifung. dauert  22 tage.
dann werden die Käselaibe in paraffinpapier gewickelt und im spanholzschächtelchen aufbewahrt. 250gr. pure handarbeit.

ich habe das gelesen und mir gewünscht ich könnte dort sein. auf diesem bauernhof und im bauernladen schmökern, käse essen und den cidre kosten, den francois durand ebenfalls verkauft in seinem kleinen hofladen.
weit weg von massentierhaltung und internationalen käseproduzenten.

Mittwoch, 11. Juni 2014

nyc + die roben

New York. eine coole Stadt. wortwörtlich.
aufgrund der skyscraper wird sie - von den strassen betrachtet - in grautöne getaucht.
sehr viel verschiedenen grautöne und ganz und gar nicht eintönig. 
ohhhh nein. absolut nicht.

es ist quirlig. lebendig. überall menschen und coffee's to go.
ja. das war auffallend. ca. 3,265 mio. Personen laufen mit einem
 starbucks- becher in der hand herum.




betrachtet man die Stadt von oben - z.bsp. von "the top of the rock" (also auf der obersten Plattform des rockefeller Centers, dann kommt blau hinzu.
denn du bist dem himmel dann ziemlich nah.

und wird von unten durch den hudson-river begleitet 
und der zeigt blau in veschiedenen Nuancen.



aber die Stadt bietet auch leuchtende farben.
Schaufenster strahlen dich an und faszinieren.

ich konnte meinen blick nicht lassen von manch kleinen, feinen Labels.
mit roben.
sooo cool.
edel-couleur. verschwenderisch. verführerisch.extravagant.










nur schwer konnte ich  mich losreissen von diesen anblicken.
eine Augenweide.
also eine von vielen, vielen, vielen.
wo du hinschaust  und um die ecke biegst, immer wieder WOW!

ganz zu schweigen von dem farbenfrohen stadtquartieren Little italy und chinatown.
dort ist multi-farben-Pracht angesagt. von den ständen. Lebensmitteln bis zur Kleidung.

zur Beruhigung der augen.
ein blick von staten Island nach manhatten/ battery beach.

nochmals grau und blau - töne.
und gar nicht langweilig. sondern extrem schön.
mich flasht das total.
und ich weiss gar nicht wohin ich jetzt zuerst schauen soll.



Donnerstag, 31. Oktober 2013

Chiemsee - part II

Ich habe euch hier mitgenommen an den See und auf die Bergeshöhe. 

Heute wollen wir noch ein bisschen ambitionierter und sportlicher an den Fels ran und gehen zum Klettersteig.

Es ist immmer wieder anders - jeder Klettersteig und wir haben dieses Mal einen "mittelschweren" herausgesucht.

Immerhin 250 m hoch bin ich geklettert, mit diversen Überhängen, bei denen konnte ich wieder einmal zählen wieviele Muskeln meine Arme haben - oje, oje. 
Hast du wenig power in den Armen, hängst du dich halt in einen Klettergurt und ruhst dich aus. 

Nur, einen Seitenausstieg gibt es nicht.
Du musst da durch. 
Und immer schön raufschauen, nicht nach unten. Es sei denn, dir macht die Höhe nichts aus. 
Und wenn dir so  unwahrscheinliche Gedanken kommen, wie: "angenommen ich stürz hier ab, dann ....." - dann schaust du immer aufwärts. Dort ist dein Weg und dein Ziel. 




Ist spannend und gibt stramme Männer - Wadln und 
einen Hunger und Durst.
Ja, Servus!

Klettert ihr auch? Kennt ihr einen tollen Klettersteig?
Dann schreibt es mir, ich würde mich sehr freuen. 

Bis demnächst, Servus
Susanne

Dienstag, 29. Oktober 2013

Chiemsee - part I

Gibt es was Schöneres als in der Herbstsonne am Chiemsee zu wohnen mit Blick auf die Berge ringsherum - speziell mit Blick auf die Kampenwand?

Na? Nein, es ist wie im Traum. 
Wir hatten sagenhafte Spätsommertemperaturen, nur Sonnenstrahlen und den See - den Chiemsee. 
Ihm bin ich hoffnungslos verfallen! seufz! 

Und ich bin schon am Überlegen, wie ich es schaffe, eine alte Strandvilla zu kaufen, aufzumöbeln und mindestens 1/2 des Jahres dort zu verbringen. 
any ideas?

Bis das realisiert ist, mieten wir eine schnuckelige Ferienwohnung und fühlen uns sofort heimisch.
Landhaus-Charme soweit das Auge reicht. 
Hierher paßt dieser Stil aber auch sehr gut.



Und dazu diese Leckereien -  Petit fours und Buttersables (ganz, ganz trockene Mürbeplätzen mit grobem Zucker am Rand) - zum  Reinliegen! äh... Reinbeißen!




Und das alles mit dieser Aussicht - h a l l o - ! ! !








Eine Gegend für die Seele.
Fleckchen am See oder auf dem Berg - für dich. 
Einfach Ruhe.
Ich spüre immer, wie solch eine Umgebung es schafft, Kraft zu geben, Energie zu tanken, sich zu freuen. 


part II folgt. 
Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Zeit. 

Mittwoch, 26. Juni 2013

es soll rote Blüten regnen

.... das war mein Gedanke, als ich dieses Schaufenster gesehen habe. 

Ein Blütenmeer - rot, rose, pink, rosa, zartrose, weises pink. 

Es ist ein Schaufenster von Schiesser  Underwear - Mode. 

Die Suggestion: ein Traum von Blüten - du wirst gebettet in weiche, anschmiegsame, zartschmeichende Stoffe. Sie schmeicheln dir und geben dir ein unglaubliches Wohlgefühl-Gefühl. 



Du bekleidest dich mit Schiesser Underwear und ..... hebst ab. Das Tragefühl lässt dich strahlen, frisch und munter sein. Modern, kreativ, aufgeschlossen - 
was willst du mehr!

Ach, ROT ist nicht so dein Ding beim Hemdchen und Höschen, 
aber dann bestimmt ein Traum in GELB-Tönen, 
voilà....


Gesehen und davon benommen - so stand ich davor, am letzten Sonnta,g 23. Juni 2013 in Münster.

Ich könnte stundenlang pilosophieren, warum, wieso - der Dekorateur das Fenster so gestaltet hat und was es ausstrahlt, was es für eine Wirkung hat.

Seid ihr auch manchmal beeindruckt von Schaufenstern?

Samstag, 1. Juni 2013

samstags pic no 23

Take a seat....

Platz nehmen, sich ausruhen, das Auge verweilen lassen. 

Alleine - auf einem Bänkchen Ruhe finden 



ach, oder in einer romantischen Kuschelecke lümmeln und gemütlich lesen 


Oder willst du lieber mitten in der City - Szene sitzen mit Tischnachbarn - multikulti- und nach rechts und links hören und reden, Smalltalk oder heiße Diskussionen führen?
Hi, how're you? Nice to meet you? What do you think about...? 

Na, wonach ist dir ?



Oder möchtest du gerne relaxen, sonnenbaden und einen gut gekühlten Drink kippen nippen ?
Okay, vielleicht wäre es noch besser am Pool oder Strand und nicht im Garten - aber du hättest auf jeden Fall Sonnenstrahlen, die wärmen (und nicht immer diesen flüssigen Sonnenschein, den wir gerade immer immer geniessen können).




Wie du auch willst, mach es einfach! Nimm dir die Zeit - für DICH und geniesse sie! 
Ja, einfach so!
Bis bald.

Montag, 27. Mai 2013

Lebst du gerne im Hier und Jetzt?

Oder hättest du gerne im 17. Jh. oder im 18. Jh. gelebt?

Wie ich berichet habe -hier- waren wir kürzlich in Amsterdam. 
Unter anderem haben wir das Van Loon Museum besucht - ein Stadthaus des 17. Jh. par excellence. 


In diesem Jahr zeigt  das Museum eine besondere Ausstellung:
über den Architekten Adriaan Dortsman (1636 – 1682). Anlass war der 400ste Geburtstag des Ringkanals und der 40ste Geburtstag des Museums.

Adriaan Dortsman war einer der bedeutendsten Architekten des sog. Flat Style mit holländischem Klassizismus.  Ein von ihm entworfenes Gebäude ist das Museum Van Loon.
Das Haus ist ein wahres Schmuckstück.

Alle Wände sind mit Stoff bespannt. Überall Stuck an der Decke und teilweise große Stuckarbeiten an den Wänden.
Im Treppenhaus hängen sagenhafte Kronleuchter und bringen die goldverzierten Ballustraden der Geländer noch mehr zum Glänzen.



In der Küche wurde eine Kopie des Herdes und der Anrichten in Anlehung an das 18. Jh.aufgebaut. Wunderschön. 
Und nach hinten hinaus, wo man es gar nicht vermutet in den engen Graachten, da ist dieser symetrisch angelegte kleine Park mit Blick auf das frühere Kutschenhaus. 

Zum Lustwandeln und zum Entspannen. 



Und dann sind wir wieder nach draußen gegangen und haben die Graachten auf uns wirken lassen. 
Bereichert sind um das Wissen, das sich dahinter so manches Grundstücks-Schätzchen verbirgt. 

Diese engen schmalen Häuser sind deshalb so gebaut, weil früher die Grundsteuer nach der Breite des Hauses bemessen wurde. Also hat man möglichst schmal und dafür hoch gebaut. 




Wann seid ihr zum letzten Mal die Amsterdamer Graachten entlang spaziert?

Und jetzt noch was für die Erderwärmung:
hier, ganz im Südwesten Baden-Württembergs war es heute bombensonnig und 22 Grad warm.
Ich wünsche euch auch viele Sonnenstrahlen nach Hause. 

Montag, 6. Mai 2013

Städtchen-Tour mit der VHS

Einmal im Jahr - meist im Mai oder Juni - veranstaltet die Volkshochschule (VHS) eine Stadtführung der besonderen Art. 
Es geht immer um Bäume. 

Letztes Jahr ging es um die ältesten Bäume in der Stadt Müllheim (Baden-Württemberg). 
Unglaublich, wieviel Sorge für diese Bäume aufgebracht wird. Potentiell gefährdete Äste, die also bei einem starken Wind abbrechen oder sogar abreißen könnten, werden mit gesunden Ästen so verbunden über Seile und Bänder, dass sie stabilisiert werden. 

Bäume an befahrenen Straßen werden so beschnitten, dass sie keine Gefahr für Passanten und Autofahrer darstellen. 

Sogar in Privatgärten helfen Landschaftspfleger der Stadt den Privateigentümern aus und beraten diese, wie der alte Apfel- oder Birnbaum am Leben erhalten werden kann. Wenn es notwendig ist, dann kümmert sich sogar auch hier die Stadtverwaltung um Pflegemaßnahmen und unterstützt diese Bäume so, dass sie weiterhin stabil stehen können. 
Einfach klasse und ich war sehr, sehr erstaunt, dass so viel getan wird um alten Baumbestand zu hegen und zu pflegen. 

Ja... ich wollte aber von der Führung in diesem Jahr berichten:
es ging auch um Bäume. 

Dieses Mal einerseits um Aufforstungen in Ausgleichsflächen, die ausgewiesen wurden, weil neue Baugebiete entstanden sind. 

Und dann ging die Tour noch durch ein eingewachsenes Wohngebiet und die Führer haben auf einen Garten hingewiesen, der ganz, ganz alte Arten von Pfingstrosen beherbergt. 
Sie blühen jetzt. 

Voilà in creme mit rosé:



Dann hier in kräftigem Pink:

Die Gartenbesitzer haben aussergewöhnlich schöne Steine verbaut in ihrem Garten. Kein Granit, sondern eine Art Lös - ganz poröser Stein, der z.T. mit Moos und Flechten überzogen ist und so einen ganz besonderen Charme hat.

Ein weiterer Busch, der mir aufgefallen ist, ist der Hartriegel, der sagenhaft blüht zur Zeit.



Ich staune, wie schön die Gärten teilweise sind und was für Details man bemerkt, wenn man darüber spricht und aufmerksam die Pflanzen betrachtet. 
Einfach toll, soviel Grün ringsherum.



 der chinesische Schnurbaum












Habt ihr auch schon einmal an einer solchen Stadtführung teilgenommen ?

Mittwoch, 24. April 2013

New York City – Dokumentation

Auf arte gab es am Sonntag, 21.04.2013, eine Dokumentation über –  ich nenne es – die Natur in New York City. 
Der Titel der Sendung lautete „New York Naturopolis“.

NYC – eine Stadt mit rd. 8 Mio. Einwohnern und einer beeindruckende Wolkenkratzer-Skyline. Eine Weltstadt, deren Börse das internationale Geschehen lenkt und prägt.
Eine Stadt mit Quartieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten – bezogen auf die Einkommenssituation und damit die finanzielle Lage, bezogen auf die Hautfarbe, bezogen auf die religiöse Gesinnung, bezogen auf die unterschiedlichen Lebensformen und Lebensphilosophien. Ach, es gibt noch so viel mehr, das was ich aufgezählt habe, ist mir hängengeblieben. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Hauptthema ist in dieser Doku aber die Natur, das Grün und die Tierwelt, die das Grün braucht als Lebensgrundlage.


Beklemmend war die Tatsache, daß bis vor wenigen Jahren quasi keine Vögel mehr durch die Stadt geflogen sind. Die Hunderte von Metern hohen Glaspaläste haben die Gebäude drumherum derart reflektiert, dass ca. 90% der Vögel an die Glasfronten geklatscht sind – Genickbruch – tot. Jahrelang hat man das gewußt, die Städteplaner waren voll im Bilde und dennoch wurden so viele Baulücken wieder und immer wieder mit Wolkenkratzer aus Glas hingestellt.


Seit kurzem ist man aufgewacht und die Glasfronten werden mit antireflex-Scheiben ausgestattet, die wenigstens diese , für Vögel völlig verwirrenden und irritierenden, Spiegelungen nicht mehr hervorrufen. Dennoch verendet immer noch eine Vielzahl von Vögeln durch den Aufprall an den Scheiben.

Ich war total erschrocken und irgendwie beschämt, daß ich daran auch noch nie gedacht habe.

Erschreckend.

Da sieht man diese „tollen“, „beeindruckenden“ Glasbauwerke und sieht dennoch nicht das Blut, das daran klebt.

Anderes Extrem, äußerst positiv und aufbauend: es gibt die „commun gardener“ in NYC, die schon über ein Jahrzehnt ganz viele kleine Fleckchen Erde, kleine Randstreifen, Seitenstreifen, Brachland, Teilstücke von Ruinen oder abgerissenen, zerfallenen Gebäude – das natürlich hauptsächlich am Cityrand – mit Samen besäen. Sie giessen und jäten Unkraut. Sie pflegen diese kleinen grünen Oasen, die es 5Handtuch – groß auch in der Stadt immer wieder gibt.

NYC - ein Hafendamm als grünes Naherholungsgebiet - ein Verdienst der commun gardener

Sie kennen sich untereinander und bilden eine community. Sie pflanzen von Blumen, über Gemüse und Knollengewächse alles an. Vielfalt ist oberstes Gebot, denn nur so werden die notwendigen, zahlreichen Insekten anlocken. Und wo Vögel und andere Tiere wie Igel und Iltis Nahrung finden, machen diese sich breit und bewohnen diese grünen Teppiche. Eine Wiederherstellung von ökologischem Gleichgewicht, das schon ganz gut funktioniert.

Gemüsegarten auf Brachland im Ruinengebiet
So hat ein bekannter französischer Insektenforscher mit seinem Cacher eine Artenvielfalt einfangen können, während er die grünen Insel abgeschritten ist, dass er – sogar er! – echt verblüfft war. Er war ganz happy, dass er Libellen, Wespen, Bienen gefunden hat und zwar in einem biologisch sinnvollen Verhältnis.

Das ist natürlich w.u.n.d.e.r.b.a.r.

Aufgrund Aktionen der commun gardener findet man auch wieder eine Vogelarten-Vielfalt, die es vor 10-20 Jahren nicht mehr gegeben hat. Damals waren die Vögel in NYC ausgestorben.

Kann man sich gar nicht vorstellen – ähm, so als Landei & Landbewohnerin, so wie ich.

Das Thema Citybegrünung/ Schaffung von Lebensraum für Tiere hat nun ein Budget von 5 Mio. USD erhalten. Der Minister für Stadtplanung in NYC will Brachland und Mülldeponien, die schon geschlossen sind, aufforsten und zu grünen Oasen gestalten. Verrückt ist, dass zum Beispiel die Mülldeponien mit einer Folie komplett abgedeckt werden, dann wird eine dünne Erdschicht aufgetragen, planiert und eingesät bzw. bepflanzt.

Also kleine Hügellandschaften entstehen – Naherholungsgebiete mit Rückzugsterrains für Tiere. Bis allerdings ein Kind die Erde davon in den Mund stecken und auch mal was herunterschlucken kann, werden Jahre vergehen müssen, denn der Müll sondert giftige Gase ab und bringt sie in die Erde und diese müssen erstmal abgebaut werden.

Ziel des Stadtplaners und seines Ministeriums in NYC ist es, dass 2030 jeder NY-Bürger innert 10 Minuten eine grüne Oase erreichen kann.
Grüne Zukunft in NYC, viele bepflanzte Dächer, kleine Naherholungsgebiete überall
Noch eine Episode hat mich schwer beeindruckt:

in einem Seitenarm des Hutson River, der auch vor 2 Jahrzenten quasi tot war – keine Fische mehr, Ölteppiche auf dem Wasser, eine tote Brühe ist damals quer durch die Stadt geflossen – lebt eine Schildkröte.

Biologen kennen sie und beobachten sie – rund 40 Jahre ist sie alt. Sie hat die Vergiftung des Kanals überlebt, wie – ist nach wie vor ein Wunder.


In der Doku wurde aber klar zum Ausdruck gebracht, daß der Mensch, würde er von ihrem Fleisch essen, so viel Gift zu sich nehmen würde, dass er es nicht überleben würde.

Stellt euch das vor !

Für mich war diese Doku wirklich fesselnd und ich habe mir viele Gedanken gemacht über das "wie wäre mein Leben wohl, wenn ich in solch einer Großstadt leben würde" und über meine Empfindungen und Gefühle, wenn ich an mein Zuhause und an meine Umgebung denke.

Habt ihr sie auch gesehen?

Sonntag, 27. Januar 2013

Hotelurlaub - offline

Offline sein – offline sein wollen

Ein interessanter Bericht in der Welt, ich will ein paar Worte darüber schreiben. Ist zwar ganz sec geschrieben, aber bringt eine Wahrheit ans Tageslicht – ganz schön tiefgreifend.

In der Steiermark ist das jetzt ein kleiner Trend in einigen Hotelbetrieben. Urlaub offline.
Sie verbieten es nicht: Fernsehen Telefonieren, das Internet, das Radiohören – es ist aber alles deaktiviert, die Zimmer sind clean | offline.

Einer der Höfe die diesen Trend anbieten:

 

Die Hotels bieten dafür jede Menge Abwechslung, wie Kühe melken oder mit den Eseln Gassie gehen.

Man hat nämlich plötzlich v i e l Zeit, kann sich mit sich selbst beschäftigen  oder einfach mal nichts tun. Das allerdings fällt den Gästen schwer, sehr schwer.
Offenbar tun sich immer mehr Menschen schwer damit nur mit sich selbst zu sein - keine fremdgesteuerten Kontakte, kein fremdbestimmtes Leben. Nur die Beschäftigung mit sich selbst. 
Schwierig und oftmals anstrengend. Denn dann kommen Fragen auf, wie : was mache ich tagtäglich, was will ich noch erreichen, was sind meine Ziele - kurzfristig & langfristig. 
Oftmals schafft man es gar nicht im ersten Anlauf diese Fragen für sich selbst zu beantworten, in sich zu gehen. 

Es gibt einige Umfragen, die bekräftigen, dass 92% der 18- bis 30jährigen morgens nicht zuerst zur Zahnbürste, zur Kaffeetasse greifen oder unter die Dusche hüpfen – neeee, dem Smartphone wird gehuldigt – W A H N S I N N ! oder ?

Dienstag, 22. Januar 2013

Hotel Schlafstadt

Klar, Hotels gibt es wie Sand am Meer. Aber die meisten Hotels haben Allerweltsnamen, wie Zum Schwanen, Kaiserhof, Zur Krone, Hotel Waldblick oder so ähnlich. 

Das hier heißt: Hotel Schlafstadt.

Der Name passt zu dem nüchternen, puristischen Betonbau. Kantig, glatt, ohne Rundungen. 
Nur die eine Front mit den Balkonen ist in kräftigem Pink gestrichen und gibt so einen Hinweis auf den Pep, den das Hotel trotz tristem Rest hat.




Das Hotel hat 12 Zimmer und sie sind grundsätzlich gleich möbliert. 
Aber....
die Frontwand, hinter dem Bett, ist in jedem Zimmer anders gestaltet. Damit erhält jedes Zimmer sein ganz besonderes Ambiente. Die Stimmung und die Atmosphäre werden umfänglich von diesem Wandcolorit geprägt - das hat was.

Ich zeige euch drei von den Frontwänden. Ist es nicht enorm, was eine andersartig gestaltete Wand in einem Raum ausmacht? Welche Wirkung das hat





Kennt ihr auch ein Hotel, dessen Namen ihr verinnerlicht habt, weil er so besonders ist?

Schreibt mir den Namen und wo es ist,  ich freue mich darüber.