ausstellungen

ausstellungen:
2014: hausausstellungen (E)
2015: hausausstellungen (E)
2016: kunst im loft Lörrach (G)
2016: withas Werkhof in Hartheim (G)
2016:
winzerkeller Kirchzarten (E)
2017: winzerkeller Kirchzarten (E)
2017: rathaus Albruck (G)
2017: int. kunstausstellung in Frankreich (G)

2017: mediathek Müllheim (E) 04.10. bis 30.12.02017
2018: helios klinik, 79379 Müllheim(E) 06.01. bis 15.03.2018
2018: whitas Werkhof, Hartheim (G), 01.04. bis 31.10.2018
Teilnahme an Projekt zum Thema "STADT"
2018: kurhaus Bad Krozingen (G) 04.05. bis 30.06.2018
2018: thersienklinik Bad Krozingen (G) 02.06. bis 31.08.2018
2018: helios klinik breisach (E) 08.07. bis 31.12.2018
2018: 17.11. bis 31.12.2018 pop-up-store in Staufen b. Freiburg
2019: 10.03. bis 07.04.2019 pop-up-gallery, Lörrach
2019: 01.04. bis 30.09.2019: Withas Werkhof (G), 20x20
2019: pop-up-gallery, Lörrach (G)
2019: pop-up-store, Staufen (G)

mitgliedschaften:
schreibwerkstatt klinspor, offenbach
Abstract ART Academy, freiburg
artstages




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Dienstag, 3. Februar 2015

martin suter: die zeit, die zeit

wieder einmal.
gelesen. einen bekannten autor.
immer wieder komme ich auf ihn zurück.
martin suter.

mein verhältnis zu seinen büchern ist wie
feuer und wasser, schnee und sonne.

hin-und hergerissen bin ich jedes mal.

dieses werk von ihm: die zeit, die zeit
ist einfach
u n g l a u b l i c h
packend.




thema: zeitnihilismus. die theorie der kerbelianer.
sagt euch nichts?
och, ging mir genauso.
allerdings wird es mit jede umgeschlagenen Seite frappierender,
klarer, interessanter, nachdenkenswerter.
ein thema, das für mich noch nie, gar nie, ein thema war.
ja von dem ich nicht mal wusste, dass es menschen gibt, die
dieser theorie anhängen.

auszug| seite 32
Er legte die beiden Fotos auf den Leuchtkasten und versuchte, sich zu konzentrieren. Aber abgesehn vom Zwergahorn und den beweglichen Dingen - Möbel, Gartengeräte, Fahrzeuge und so weiter - war alles deckungsgleich.
Und abgesehen von den Pflanzen, die natürlich übers Jahr gewachsen waren. Und da war er Wieder, der Gedanke, der ihn wachgerüttelt hatte: Die Pflanzen waren gewachsen, nicht aber die Apfelbäume in Knupps Garten. Siw Waren nicht nur nicht gewachsen - sie waren jünger geworden. Sie hatten zwar di etwa die gleiche Höhe, aber ihre Stämme waren nur noch hallb so dick. Knupp hatte sie ausgetauscht. Wie den Zwergahorn. Das war es, was anders gewesen war. An jenem schrecklichen Tag der Zwergahorn. Und gestern Abende die Apfelbäume.

Ein Witwer trauert derart um seine verstorbene Frau, dass er den Tag ihres Todes, der nun schon Jahre zurückliegt, rekonstruieren will. Die unmittelbare Umgebung seine und ihres Zuhauses soll in den damaligen Zustand versetzt werden. Denn ohne Veränderung gibt es keinen Zeitsprung. Theoretisch ist dann alles so wie es damals war,  ohne Ereignisse und Vorkommnisse.
So ist die vorstellung des Hr. Knupp und er findet in einem Nachbarn einen Helfer. dieser glaubt zwar nicht an den Zeitnihilismus, macht aber aus Interesse mit. Und gerät immer mehr in diese Sache, die sogar Hausfassaden-Rekonstruktionen und Gartenumgestaltungen und Beschaffung von damaligen Autotypen, die vor dem Haus geparkt hatten, notwenig macht.

auszug | seite 256
Aber Angela liess nicht locker: ER hat auch sonst Korrekturen machen Lassen. Da un dda. Sie deutete auf Mund, Kiefer, hals Augen. Er ist geliftet. Niemand sieht so aus dmit zweiundachtzig. Er will aussehen wie neunzehneinundneunzig. er bezieht seine Person in die Rekonstruktion mit ein, stimmt's? Herr Knupp ist weder exzentrisch noch verrückt. Herr Knupp ist ein Kerbelianer. Ein was? Und du bist auch einer. Taler suchte nach worten und versuchte, dies mit einem langen, ungläubigen Kopfschütteln zu tarnen. Bis Angela Sagte: James Lee Buttonpond.

Dienstag, 16. Dezember 2014

krimi - subtile morderei

krimi vom feinsten
für mich
denn ich bin kein fan von blutgespritze und aufgescheuten menschenmassen, die vor irgendwelchen wild umsich ballernden straftätern davonrennen. 

dieser krimi von imgard braun "nie wieder tot" (mord am gardasee)
spielt am gardasee. wer sich ein bisschen auskennt, wird dörfer und plätze wiedererkennen und kann seine erfahrungen und erinnerung miteinbringen. die vorstellungskräfte werden mobilisiert. 



der see und die bergwelt, das sind die kulissen der handlungen. ein bisschen liebesgeschichte, bergsteiger - einblicke und -ausblicke. und viel psychodramatische momente. 
alles verpackt in bildhafter sprache. 
eigentlich ein buch zum durchlesen, zum dranbleiben. 

schon der prolog ist sinnhaft 
(aus irmgard braun, nie wieder tot, seite 5): 



der legendäre englische alpinist don whillans
 auf die frage, ob es für ein frau möglich wäre, besesr zu klettern als ein mann: 
"never noticed a female monkey
not climbing as well as a male, 
have you?"



(aus irmgard braun, nie wieder tot, seite 10): 
herablassend. ja, das war er noch immer. er wollte nicht wahrhaben, 
dass romy inzwischen kaaum schlechter kletterte als er. 
wie würde er sich fühlen, wenn ie ihren lehrmeister irgendwann überflügelte?
philipp zog seine kletterschuhe an, band sich ins seil, kletterte schnell, 
inzwischen kannte er die besten griffe. in der mitte des überhangs war seine kraft verpufft. 
er fixierte sich am karabiner, um auszuruhen. 
das würde eine weile dauern. 
mist. schon wieder drängte sich die arbeit in romys kopf. 
die entwürfe für die plakate liessen ihr keine ruhe.
 

(aus irmgard braun, nie wieder tot, seite 11): 
ablehnen? sie las die mail noch einmal. und noch mal. 
das stand wirklich "ablehnen! 
philipp hatte hauser dazu angestiftet, ihre plakatentwürfe abzulehnen!


romy lässt ihren ehemann an einem überhang baumeln, nach dem sie erfahren hat, was er hinter ihrem rücken treibt. sie flüchet in ein ehrgeiziges projekt mit einem bergsteigerkollegen. 
doch dann hat ihr seil einen riss! ein geheimnisvoller privatkunde tritt auf - wer ist er? 
 
so spannend, dass ich das buch innert 3 tagen - immer abends - durchgelesen habe. 
vielleicht habt ihr auch lust dazu?






Samstag, 11. Oktober 2014

hör CDs

hör – CD
lange autobahnfahrten. zeit um gute Musik zu hören oder hör-cds.
Die stunden vergehen gefühlt im flug, obwohl du im auto sitzt :.)).
Kürzlich habe ich diese beiden hörbücher wahrnehmen wollen. Freude und Spannung. vordiestirnklatsch und aufregend.
alles dabei in kleine silberscheiben.


bretonisches Gold von Jean-Lux Bannales
Kommissar dupins dritter fall

Der Krimi spielt in frankreich, im gironde gebiet. Das klassische salzabbaugebiet für : "sel de fleur".
Eine journalistin bemerkt machenschaften und informiert den befreundeten kommissar. Der springt auf die sache an und ermittelt und wird fast getötet.
Oh-la-la – quel malheur.
Schnell wird klar, an der sache ist wahrhaftig fleisch und der kreis der verdächtigen wird immer grösser bis hin zur lebensmittelchemikerin, die das sal de fleur stichprobenhaft untersucht und bis hin zur genossenschaft von salzabbauern, die andere interessen verfolgen als manch unabhängiger salzabbauer.

Grandios, spannend und atmospärisch stimmungsvoll gelesen von Gerd Wameling.


Über man 
von tommy jaud
tommy jaud – wahrlich kein konvetioneller schriftsteller und damit auch kein langweiliger sprecher.
Diese hör-CD geht unter/ auf die nerven.
die sprache…… grrrrr….. schimpftiraden in höchstform mit worten, die einem strassenjargon rote ohren wachsen lassen.
aber hallo!!!!

die story geht um eine verkorkste jaud-existenz. er möchte gerne millionär sein, doch sein griechischer finanzberater …. berät ihn falsch. huch!
er überlegt und realisiert saublöde strategien und legt sich problemlösungen zurecht, die einem die haare zu berge stehen lassen.
zwischendurch wird diese sonderbare story dennoch ganz spannend und man hört weiter.
allerdings bin ich immer wieder zu dem Punkt gekommen, an dem ich die cds – fünf an der zahl – gerne alle zum autofenster geschmissen hätte. zurückgefahren wäre. und nochmal drüberfahren. einfach um sicher zu sein. sie sind hin.
kaputt. vernichtet. ein stück blödes gequassel gibt es nicht mehr.
ahhhh…


noch mehr spass beim stundenfliegen und autofahren.

Mittwoch, 17. September 2014

klatschmohnfrau - ein feuerwerk der Worte - roman

dieser roman von
noelle châtelet mit dem titel „klatschmohnfrau“
ist eine einzige ansprache an das gemüt.
bildhaft und sensibel, die richtigen worte für die szenen. meisterhaft.


sie beschreibt sehr, sehr gefühlvoll die empfindungen von marthe, einer 70jährigen dame.
eine dame in normalen verhältnissen, die alleine wohnt, aber dennoch eine große familie hat - kinder und enkelkinder.
ihr mann ist schon seit jahren verstorben und sie kommt ohne ihn wunderbar zurecht.
sie hat sich von ihm und seiner art befreit und sie hat losgelassen.


typische gewohnheit von marthe. sie geht jeden tag ins the trois canons, ein quartierbistro.
dennoch ändern sich dinge in ihrem leben.

auszug seiten 8 / 9
ihr plötzlicher widerwille gegen tee macht sie stutzig. doch wie soll eine frau,
die seit so vielen jahren nichts mehr begehrt, schon ahnen, dass die verwirrung, in die
sie geraten ist, ganz einfach auf einem gelüst beruht?
martre hat lust auf kaffee. nach zwanzig unermüdlichen ceylon-tee-jahren hat marthe lust auf kaffee.

diesen kaffee schlürft martre jetzt genüsslich mit halbgeschlossenen augen, als wache
sie zum zweitenmal auf.

dann drängt sich ihr ein vild auf, das noch ganz deutlich ist, weil es vom gestrigen
tag stammt, das bild des mannes mit den tausend halstüchern, stammgast wie sie im
bistro les trois canons nachmittags, wenn es ruhig wird….
gestern nachmittag hatte sich der mann mit den tausend halstüchern martre zugewandt. mit erstaunlicher
eleganz für einen mann, der trotz seines alters so kräftige hände hatte - hände, die sie
letztlich stärker überraschten als die eindrucksvolle vielzahl seiner halstücher und
schals- , hatte er langsam seine tasse gehoben und den kaffee, dessen starker ruft sie einhüllte und
mit dem er ihr offensichtlich zutrank, geschlürft, ohne die augen vonihr zu wenden, als wolle er sie teilhaben lassen.


eine beziehung beginnt leise und äusserst behutsam. sehr bedacht auf der einen seite und sehr ehrlich auf der anderen, der gefühlsseite.
ein zugeständnis gegenüber den neuen aufkommenden empfindungen und den sehnsüchten, die entstehen und die aufbrechen (dürfen).
ein neues ich in martre.


auszug seite 27
marthe hat eine verabredung.
das wort ist so köstlich, dass sie es im kopf hin un her dreht, 
so wie man ein karamellbonbon lutscht, 
das gegen die im zucker schwimmenden zähne stößt.
um sieben uhr. in den trois canons. noch heute abend.

es ist herrlich wie die autorin den leser teilhaben lässt an den veränderungen der person marthe.
sie beschreibt unglaublich bildhaft und detailliert, aber dennoch nur das wesentliche. es findet keine überfrachtung mit einzelheiten statt. im gegenteil. der leser hat das gefühl, mit den gelesenen informationen über alles notwendige ausreichend informiert zu werden. das bild von marthe und dem mann mit den tausend halstüchern entsteht nach und nach. 

ein bewegender roman. 
ein bewegter lebensabschnitt im leben von marthe.

Dienstag, 2. September 2014

laugenweckle zum frühstück - schwäbisch gut

ich habe bereits hier
ein buch der autorin, elisabeth kabatek, vorgestellt.

danach habe ich nachschlag gebraucht. ich war richtig neugierig. 
in der bibliothek habe ich  
laugenweckle zum frühstück 
ausgeliehen.


eine alltagsstory über eine junge frau, die auf jobsuche ist.
die sich viele gedanken um sich selbst und ihre eigenschaften macht.
die sich immer wieder motiviert und manchmal grandiose (sehr lebensnahe) ausreden findet, dinge nicht machen zu müssen.
die eine superliebe freundin hat und eine schwäbische verwandtschaft.

und einen neuen nachbarn.....
und alteingesessene hausmitbewohner, die so schwäbisch sind, das es schon wieder realistisch anmutet. das ich das gefühl hatte, die wohnen bei mir nebenan.

die aussagen der schwaben. zum wegwerfen. zum brüllen.
so realistisch.


hier ein paar kostproben:

"was mache ich jetzt mit dem toten Fisch?" fragte ich.
 ins klo spülen oder in den Müll tun? 
Gelber Sack ist es ja nun bestimmt nicht. Restmüll oder Biotonne?"
Der Verkäufer kratzte sich am Kopf. "also , des isch ja a zemlich kloiner Fisch. 
I däd den end Biotonne". 
Er gab mir Max II in einer zugeknoteten Plastiktüte mit. 
Ich hatte gehofft,  Max II unbemerkt in seinen big-brother -container 
(Aquarium, amerkung von mir) zu bringen, zumal ich keine ahnung hatte, 
wann Herr Tellerle am Sonntag von Malorka (anmerkung von mir: schreibweise !) 
nach Hause kommen würde. 
Ich spürte, wie das Wasser im Plastikbeutel hin- und herschwappte 
und war mir nicht sicher, wie Schleierschwänze auf wellen der windstärke 7 reagierten.
(auszug Seite 96)


Als ich endlich an die Reihe kam, hatte es bereits zweimal geklingelt.
 Rasch zog ich meine Feinsstrumpfhose hoch. zu rasch.
ich fluchte. ein besonders schönes exemplar von laufmasche zog sich
 vom hüftknochen bis unter den rockrand, mit deutlicher tendenz nach unten.
mannomann, warum hatte mir lila nicht verraten, dass das tragen
von feinstrumpfhosen voraussetzte, zwei bis drei ersatzstrumpfhosen im handtäschen
mit sich zu führen?
ich legte meine hand auf die laufmasche unterhalb des rockes
und lief rasch hinauf in den dritten rang.
ich hinkte wie der glöckner von notre dame.
(auszug Seite 218) 


Die Geschichte nimmt zwar kein unerwartetes Ende, aber der Verlauf bis zum Schluss ist dennoch unerwartet. 
Ich habe nicht mit diesem tricky end gerechnet. 

Bin gespannt, wie es euch geht. 

Freitag, 1. August 2014

englische fettnäpfchen

kennt ihr elisabeth kabatek?
eine waschechte schwäbin. lebt in stuttgart.
sie ist autorin und übersetzerin.
mehr unter www..e-kabatek.de

der Roman, de mich derzeit erheitert,
heisst ein Häusle in cornwall.


die hauptfigur emma stöckle. eine schwäbin wie im Bilderbuch. sie arbeitet so hart, wie es den Schwaben nachgesagt wird. ganz nach dem Motto: "schaffe, schaffe, häusle baue".
sie ist single, Workaholic. eine Frau in einer Riege von Männern. sie hat sich positioniert durch hartes arbeiten. eigentlich dadurch, dass sie immer arbeitet unnachgiebig ist - auch sich selbst gegenüber.

eines Tages ist es soweit. burnout.
nichts geht mehr.
ihr Hausarzt erläutert ihr eindringlich, dass sie 2 Wochen ausspannen sollte. unbedingt.
emma gibt sich zunächst wenige tage.
sitzt tagsüber in einem strassencafe und trifft prompt ihn.



ich stellte mich in die schlange und holte mir einen milchkaffee
und nach kurzem kampf mit mir selbst ein stück käsekuchen. auch hier war es voll.
 offensichtlich gab es zu viele menschen, die genug zeit und Geld hatten,
 um unter der Woche entspannt in einem Café abzuhängen, so, als gäbe es keine arbeit,
 keine pflichten, kein morgen.
zielstrebig steuerte ich einen freien Stehtisch an.
von der anderen seite näherte ich ein typ, der es offensichtlich auf den gleichen tisch abgesehen hatte, und ich dachte nur: junge, leg dich bloss nicht mit mir an.
ich bin extrem schlecht gealunt, das ist mein platz, und ich habe nicht vor, ihn mir dir zu teilen,
 auch wenn da zwei hocker sind, ist das klar?

aus: ein häusle in Cornwall | 19



nicholas. also genauer sir nicholas reginald fox-fortescue.

sie verbringt einige tage in cornwall.bei ihm.
im land von rosamunde pilcher.
emma stöckle sieht sich umringt von exzentrikern und komischen  englischen charakteren, die mit ihrern schwäbischen lebensart und lebensweise nichts anfangen können. sie führen ihr vor augen, dass das leben nicht aus arbeiten besteht, sondern aus spass und künstlertum.


 "es gibt noch eine ganze menge sandwiches, du brauchst dich nicht zurückzuhalten", sagte ich,
nahm mir selber eines, wickelte es aus und biss mit viel genuss hinein.
ein gurkensandwich, wie es perfekter nicht sein konnte! nicht zu trocken, nicht zu fad.
 emma nahm ebenfalls einen bissen,
dann hob sie vorsichtig die obere Brotscheibe und linste auf den belag.
"stimmt was nicht?", fragte ich. "schmeckt es dir nicht?" "
äh - doch, doch. nur eine klitzekleine frage." "ja?" "
 ich weiss zwar, dass du vegetarier bist, und ich bin jetzt natürlich nicht davon ausgegeangen,
dass da irgendwelche leckeren gebratenen hühnerschenkel oder schinkenscheiben auf dem brot versteckt sind, aber da ist nicht zufällig.... versehentlich irgendwas vom belag runtergefallen?"
"nein. ein gurkensandwich ist ein gurkensandwich.
es beeindruckt durch sein schlichtheit und Monothematik.
 " aha."

aus: ein häusle in Cornwall | 126,127


oder eine amüsante beschreibung von emma stöckle betreffend ihren namen:



"emma. das ist doch auch ein sehr hübscher name." nicholas lächelte.
bestimmt wollte er nur höflich sein. ich starrte ihn ungläubig an.
"emma? altmodischer geht's nicht! ich heiße nur so, weil meine urgroßmutter so hieß.
 und meine Großmutter. und meine Mutter."
emma. mein name war der beweis dafür, dass ich aus einer alten
schwäbischen Bauernfamilie stammte. obwohl es wahrscheinlich noch
schlimmer hätte kommen können
(Berta? Hera?). Meine Klassenkameradinnen hießen Melanie oder Heike
 oder Silke, aber deren Eltern waren auch keine Landwirte,
 sondern schafften bei stihl in Waiblingen oder bei einem
 Mittelständler im remstal.
ich fand, emma klang nach Kuh. nach schwäbisch, spießig, dörflich.
nach alten Tanten, die Eierlikör tranken. swr4 hörten und Silvester verschliefen.
aber zu mir, kosmopolitisch, weltgewandt, mehrsprachig - passte der Name überhaupt nicht! ich war mir sicher, dass Emma krarrieremässig ein handicap darstellte.


aus: ein häusle in Cornwall | 153



der Leser erfährt einiges über die lebenseinstellung der Inselbewohner gegenüber der arbeit, der kunst, der freizeit und gegenüber der liebe.
oh, und gegenüber traditionellen gepflogenheiten. beispielsweise die zubereitung von tea.

mif = milk in first. geht gar nicht. nogo!




der 352 seitige roman liest sich sehr gut. ist erfrischend und sehr amüsant.
danach ist Gelegenheit einen der älteren romane von elisabeth kabatek zu lesen: laugenweckle zum frühstück oder spätzleblues.


ich jedenfalls werde mich nach und nach durch die anderen romane lesen.

nachtrag:
gestern abend begonnen: laugenweckle zum frühstück.
ich werde berichten.





Donnerstag, 24. Juli 2014

gedanken über dies und das und ... über die johannisbeere

wir sind alle unterschiedlich.
manche menschen mögen die berge. kraxeln gerne. lieben die Höhenluft.
andere können sich nicht vorstellen irgendwo anders zu leben als an der see. wind, böen, wasser, gischt, boote und stürme brauchen sie zum leben.

wieder andere lieben Sahnetorten. wenn sie von kuchen sprechen, meinen sich cremige torten. schokoladen- oder mokkasahne.
für andere ist eine französische tarte genau das einzig wahre. dünner boden mit viel obstbelag und ein feiner guss aus eiern und sahne und Vanille.hmm...

die einen mögen hosen mit schlag.
anderen kann die hosen nicht Slim-fit - technisch eng genug anliegen.

manche stöckeln sich die fersen wund mit den high-heels. macht long legs und schaut sehr feminin aus.
die anderen lieben ihre chucks und sneaker und würde niemals tauschen gegen goldplattierte 12cm stilettos.

so ist es.

es ist wie schwarz oder weiss. black oder white. noir où blanc.
nur nicht immer so extrem.
meistens sind menschen nicht ausschliesslich. 
sie mögen das eine mehr und das andere weniger.
aber nicht nur das oder nur das andere.

sinnbildlich: nicht nur black or white.
manchmal geht auch farbe / rot.


so ist es auch mit den süßen, kleinen sauren Kügelchen.
Johannisbeeren.
sie teilen auch die menschen in liebhaber oder verweigerer.


ich gehöre zu den :
 i.c.h.   h.a.b.  e.u.c.h.   z.u.m.  f.r.e.s.s.e.n.  g.e.r.n.e!
ihr entkommt mir nicht.
oh, nein.



daher werden sie gleich mal vernascht verarbeitet
zu johannisbeer-Gelee






ich schreibe jetzt nicht über die herstellung des Gelees.
kennt ihr alle. zu 

aber die einsatzmöglichkeiten:
klar - für hildaplätzen (die riesengrossen !)
für linzertorte (als variante)
zu ziegenkäserolle-scheiben (also sahnetüpferchen auf dem eis - im übertragenen sinne)
als Brötchen- marmeladen-mal was anderes (mach die augen zu und stell dir eine leich getoaste brötchenhälfte vor/ darauf butter / und darauf dieses hammerleckere gelee)
ich finde auch lecker auf einer scheibe ganz ganz dunklem Brot (Schrotbrot)
oder
oder
oder
 



auf jeden fall geht es zwar schon um
schwarz und weiss,
black or white
noir où blanc

aber sie darf nicht fehlen:
f.a.r.b.e.

Mittwoch, 9. Juli 2014

camembert aus der normandie - le meilleur!

die meisten käsefreunde, käseliebhaber und käsegourmets (oder die, die sich dafür halten)
haben vorlieben:
die einen mögen gerne zartschmelzenden, sahnigen, cremigen käse.
sie lassen ihn im mund schmelzen, schmatzen genussvoll, versuchen jedes gewürz zu erraten oder gar die kräuter zu erraten, die die milchgebenden kühe einst gefressen haben.

die anderen lieben hartkäse - greyerzer, bergkäse, höhlenkäse - kräftige, eher bröselige käsearten, von denen man sich ein herzhaftes stück absäbelt und genüsslich zum vino ist.


schmelzkäse, streichkäse, käseaufstriche usw. lasse ich hier aussen vor. denn das ist kein käse. das ist eine zusammengemischte pampe, meistens chemisch aufgemöbelt und mit ichweissnichtwas versetzt.
das vergesse wir an dieser stelle.

hier geht es um was anderes.
um was echtes. reines. natürliches. ehrliches.

um etwas, um das jede kategorie von käse essern nicht herumkommt.
ja, um camembert. "den camembert" aus der normandie.

quelle viva! 3 /2014

in der normandie gibt es einen der letzten bäuerlichen camembert-macher: francois durand.
ich  habe ein interview mit ihm gelesen.
das macht so laune. und so lust.

es geht los im pays s'auge. dort gelangt man über schmale landsträsschen, vorbei an saftigen grünen wiesen und knorrigen apfelbäumen an eine ortsschild.
darauf steht: camembert.

nach den überlieferungen soll im Jahre1791 deraAbbé charles-jean bonvoust auf der flucht vor der revolution bei der bäuerin marie harel zuflucht erhalten haben. als dank habe er sie in die geheimnisse der käserei eingeweiht.
heute gibt es an diesem platz noch einen einzigen bauern, der camembert in der ursprünglichen traditionellen art und weise herstellt. ein käse aus geronnener milch vom eigenen hof. nur handarbeit.

morgens legt francois durand hand an und macht sich in bester laune daran, seine 60 kühe zu melken. mit der milch vom vorabend kommen so rd. 1500 ltr. milch höchster qualität zusammen.
francois gibt kälberlab hinzu, so dass die milch gerinnt.
nachdem dies geschehen ist, werden 600 weisse zylindrischen formen gefüllt - im fachjargon: moulé à la louche genannt. d.h. in jede form werden exakt 5 kellen gefüllt, nach jeder kelle muss die mischung ruhen - eine 3/4 stunde. dann kommt die nächste schöpfkeller darauf.
so soll der camembert letztendlich zu seiner vollendeten Reifung kommen.

ist die molke abgeflossen, dann werden die kleinen rohkäse aus der form genommen und rundum gesalzen. dann mit edelschimmelsporen besprüht.
so jetzt beginnt die Reifung. dauert  22 tage.
dann werden die Käselaibe in paraffinpapier gewickelt und im spanholzschächtelchen aufbewahrt. 250gr. pure handarbeit.

ich habe das gelesen und mir gewünscht ich könnte dort sein. auf diesem bauernhof und im bauernladen schmökern, käse essen und den cidre kosten, den francois durand ebenfalls verkauft in seinem kleinen hofladen.
weit weg von massentierhaltung und internationalen käseproduzenten.

Freitag, 4. Juli 2014

martin suter - ein blumensträusschen für die dame ?

immer wieder bleibe ich an einem suter hängen.
ich bin zwar immer hin - und hergerissen, denn einige bücher finde ich so melancholisch, schwer und düster.

andere aber wieder grossartig: lila-lila | der letzte weynfeltd | der letzte koch.

dieses mal. allmen und die dahlien.
hat mir gefallen.
unglaublich welche story sich um einen dahlienstrauss bauen lässt.


martin suter schafft das auf unterhaltsame art und weise, indem er die hauptfigur, herrn von allmen, mit charakterzügen ausstaffiert, die einerseits sehr sehr grossbürgerlich sind und andererseits den gewissen verwegenen und gewitzten touch haben.

martin suter schafft diese gradwanderung zwischen unmengen details, die es zweifelsohne über seine handelnden Personen zu schreiben gäbe und der notwendigen dosis an details, damit der leser dieser informationen nicht überdrüssig wird.

z.bsp. über herrn von allmen:

Maria brachte ihm ein spiegelei, denn es war donnerstag. allmen aß an jedem morgen,
an dem er zu hause frühstückte ein ei, jedes mal in einer anderern Zubereitung.
der Einfachheit halber hatte er den Wochentagen ihr ei zugeteilt:
dem montag sein rührei, dem dienstag sein ei im glas,
dem mittwoch sein pochiertes ei auf toast, dem donnerstag sein spiegelei,
dem freitag sein weiches ei, dem samstag sein kräuteromelett
und dem sonntag seine "huevos rancheros". letztere waren zwei am schluss kurz gewendete Spiegeleier mit einer pikanten Tomatensauce.

(quelle:Martin suter. allmen und die Dahlien)


schliesse die augen und die häuser, gemächer und die Figuren tauchen auf. bildhaft beschrieben.


z.bsp. über Herrn von allmen:

das licht vor seinem Badezimmerspiegel war schmeichelhaft.
das war kein zufall, allmen hielt viel von lebenslügen.
warum sollte man sich durch Schonungslosigkeit das leben schwermachen?
und zur Schonungslosigkeit gehörte für ihn auch das licht.
nicht nur das der Wahrheit.

(quelle:Martin suter. allmen und die Dahlien)


um das mysteriöse verschwinden des dahlienstrauses gibt es einige süffisante nebenschauplätze und mehrere liaisons, die nicht immer gesellschaftskonform sind. oh-la-la.! reizvoll. zum schmunzeln.



wisst ihr schon:

ende August 2014.
herausgabe des neuen martin suter: alles im griff. eine business-soap.

habt ihr eine lieblingsroman von martin suter?

Samstag, 7. Juni 2014

buch.vivre en france. ein umzug von rom nach paris.

irgendwie ist es witzig.
jetzt war ich gerade 14 tage in den USA.
und habe währenddessen ein buch gelesen von stefan ulrich. korrespondent bei der süddeutschen zeitung. er ist  umgezogen von rom nach paris.
ein jahr lang habe ich ihn und seine familie in paris begleitet.
seine eingewöhnung in der stadt mit der familie. sein hang und seine liebe zu rom.schnüff.


das buch liest sich sehr gut. hat amüsante passagen. stefan ulrich schildert markante situationen aus seiner "fremden" sicht und als leser fühlt man mit ihm. ist ganz bei ihm, weil er so authentisch berichtet.
stilistisch ist es nicht der wahnsinns-bringer, das muss ich sagen.
aber es gibt viele, viele abschnitte, die wortgewählt sind.
und alles ist treffend und trefflich beschrieben und wird auch so geschildert.

der leser erfährt viel über die stimmung in paris. in der cité und en banlieue.
man bekommt ein resumée über die launen und ticks der pariser bevölkerung.
tse-tse-tse. echt zum schmunzeln.





gleich rechts hinter der Brücke sahen wir die menschenschlange,
die sich hier morgens wie abends, im sommer wie im winter,
immer zu bilden schient. sie wartete vor dem eisverkauf eines
 cafés mit brauner holzfassade, auf dem in goldenerfFarbe und verschnörkelter schrift
nur ein wort steht: "Bertahillon". das reicht.
alle pariser wissen, was das heisst. jawohl, alle.
wer dazugehören will zur kultivierten, distinguierten,
 reichen und bisweilen einschüchternd schicken welt an der seine,
der geht einfach sonntagnachmittags zu Berthillon, kauft sich eine
kugel caramel au beurre salé oder nougat au miel,
setzt sich auf eine stufe der treppe, die zur seine hinabführt,
geniesst das ambiente und schleckt.

stefan Ulrich. bonjour la France.


C'est hyper bon, antwortete meine Tochter, die bereits wusste,
dass gut in paris niemals gut genug ist.
 gefällt einem etwas, so reckt man das kinn leicht nach vorn,
dreht die hände nach aussen und ruft mindestens aus: "c'est super bon. J'adore ca!

stefan Ulrich. bonjour la France


aber wenigstens darf ich über die suche nach dem süden schreiben.
diese gedanken schwirren  mir durch den kopf,
während ich den duft des französischen südens erschnuppere.
dann schliesse ich mein ab und gehe auf ein rostiges gatter zu.
dahinter führt ein weg zu einem sandgelben haus mit hellblauen fensterläden.
davor steht ein mann in khaki-Shorts und t-shirt, der aussieht wie ernest Hemingway.
"willkommen" sagt er, "sie haben mich also gefunden".

ich habe franz Joseph Wittmann gesucht, weil er seinen ganz eigenen
zugang zum süden gefunden hat.
wittmann, einst Rechtsanwalt in münchen, widmet sein leben heute einem mann,
der als verkörperung des französischen südens gilt:
dem Insektenforscher jean-henri fabre.

stefan Ulrich. bonjour la France


der leser bekommt einen einblick in die andersartigkeit des französischen lebens, über die manier der handwerker und über die mentalität im strassenverkehr.

und selbstverständlich gibt es eine kleinen ausschnitt über den pariser chic und das faible für gutes essen.
voila:
"élodie, für was geben deine pariser freunde und du eigentlich ihr Geld aus?".
"das siehst du doch", antwortet sie lachend."für Klamotten.
im Ernst: ich glaube, dass wir Franzosen deutlich mehr für
Kleidung, Kosmetik und freseur ausgeben als zum Beispiel ihr deutschen
oder gar die Engländer.
 bei uns leisten sich auch die Frauen in armen Stadtvierteln parfums von dior oder chanel."

stefan Ulrich. bonjour la France



mir hat es ausgesprochen gut gefallen, das buch zu lesen.
und ..... ich will da auch hin..... nach paris

Montag, 5. Mai 2014

kokoschips + kleine schrumpelige Früchtchen

seid ihr frühstücker?

gehört ihr zu der Spezies menschen, die ohne ein ordentliches frühstück nicht das haus verlassen können? ach so, was ist ein ordentliches frühstück?

ich bin nicht so der frühe frühstücket. wenn es aber so 9 Uhr ist, dann brauche ich was.
Müsli mag ich grundsätzlich sehr.
allerdings finde ich die meisten müslimischungen total langweilig.

so habe ich vor einigen tagen im bioladen herumgeschmökert.
und kokoschips gekauft.
und getrocknete physalis gekauft. ja, diese kleinen schrumpeligen früchtchen. 

schon so schmecken die chips lecker. 
aber der Duft der kokosnuss entfaltet sich sehr, wenn man die chips in der pfanne anröstet. ein gedicht. 

das ist mein favorit. der leichte kokosduft bleibt an den chips. 
ich habe sie nach dem rösten in ein glas mit deckel getan, sie bleiben duftig und knackig. 



Wenn ich daran denke, dann weiche ich die physalis am Vorabend in Wasser ein. 
sie quellen nur leicht, werden aber ein bisschen weicher und säuerlicher.

mit den frischen, leicht säuerlichen Früchtchen und dem kokoschips - toping ist für mich eine weiter müsli-variante auf dem Tisch. 



und, wie mögt ihr euer müsli?



Dienstag, 22. April 2014

oha und aha

habt ihr auch das Gefühl, zumindest zeitweise, dass ihr dauerbeschäftigt seid?
immer was zu tun.

von der Arbeit heim.
kurz mal was im www. nachschauen.
staunen, dass plötzlich 2 stunden vorbei sind. 
der partner schon heimkommt. 
gemeinsam was kochen oder essen. 
bisschen TV - aber Nachrichtensendung um auf dem laufenden zu sein und zu bleiben - und danach noch evt. eine politische/ psychologisch wertvolle talk-runde. 
puh, endlich mal den geist lockern bei ein bisschen Blabla - TV oder nochmal kurz in blogs, insta vorbeigucken. 
oder - holla- noch n' paar emails schreiben. 

ups 23.30 Uhr - gähn. 


wie der tag. 
oder die tage. 
aber auch vergehen. 

ich habe gar keine zeit. 
der tag ist immer so ausgefüllt. 
oh menno!

gratulation. und welcome beim dich-aussen-vor-lassen. 
du beschäftigst dich mit allem kram, der 
nichts, 
aber auch gar nichts, 
mit dir zu tun hat. 


wo und wann bitte denkst du an dein Pläne, wünsche, Ideen?
wann guckst du mal danach?

ach ja, du hast ja nie zeit. stimmt. wir haben es ja gerade erörtert. 

merkst du was?
deine prioritäten laufen aus dem Ruder.



wieder einmal besinnung. auf deine pläne.wünsche.vorhaben.
ist wichtig und eigentlich sehr entspannend, wenn  man mal dran ist.
langsam merkt man, wie schranken im kopf fallen,
wie man mutiger wird beim gedanken-freien-lauf lassen.


wichtig auch. aufschreiben.
dann kannst du in einigen minuten deine spontanen gedanken
nochmals revue passieren lassen und sortieren.


oftmals bleibt man - obwohl es einem sooooo unendlich fern der Realisierung scheint -
an einem oder zwei Gedanken hängen.
nagt daran herum. wundert sich.
zu recht.


irgendwas hält dich daran. beflügelt dich. was nur?
greif einen gedanken auf und bleib mal dran an ihm.


vielleicht verwirfst du ihn doch nach gewisser zeit.
möglicherweise erinnerst du dich aber daran, dass du - genau daran - schon mal
gedacht hast.
denkst wieder darüber nach.
kannst steps entwerfen, die dich näher bringen. zu dir und deinem traum/vision.


es ist immer wertvoll.
für dich.
weil du es dir wert sein solltest.

Montag, 14. April 2014

ins haus geflattert - kartengruss

beinahe ungewohnt, wenn man liebe post
per post bekommt.
dafür umso schöner und umso überraschender.

auch wenn es zeitlich länger geht,
und ich emails und insta sehr, sehr mag.
es ist einfach was anderes:



den briefumschlag öffnen und dann solche eine
individuelle, selbst gezauberte karte herauszuholen.
ist einfach nur freude pur.



selbst gemacht von meiner ersten tauschpartnerin Ulrike bei der aktion "post aus meiner küche".

das ist übrigens ihr blog: kartenfantasie+ tortenkunst.











Samstag, 15. März 2014

variationen in und mit schokolade

wer mag sie nicht. die schokolade. schokoladenvariationen?

fast niemand mag sie garnicht. ich kenne niemand der "igitt" sagt, wenn er Schokolade sieht oder gar isst.
aber. und das ist der unterschied. 

es gibt die, die es herb lieben. mit viel kakaoanteil. 75% - 80% - 95% - schwarz muss sie sein, herb und nicht süß. 
ist pur nichts für mich. ich finde das einfach nicht genussreich. nicht lecker. ist mir einfach zu trocken. jedenfalls habe ich dieses empfinden, wenn ich ein stück im mund schmelzen lasse. 

aber als überzug oder in einem gebäck verarbeitet - liebe ich diese dunkle masse.

dann diejenigen, die vollmilch lieben. zig mal congiert, ein zarter cremehauch auf der zunge. 
ohne zusatzaromen - wie vanille, zimt, chilly, ingwer, pfeffer usw.
ja. das ist schon eher meins.

und dann gibt es die anhänger der umhüllten füllungen.
oder schokolade, die nüsse in jeder art, umgarnt. (by the way. ist auch meins).
und von denen kaufe ich jetzt immer wieder. 

wie das kommt?
eine neue klitzekleine konfiserie hat ihre türen geöffnet. sie ist sehr klein und hat ein ansprechendes interieur. ohne zuviel schnickschnack. by the way. das ist nämlich nicht meins).

kürzlich beim gang zum lieblings-türken entdeckt. und jetzt einmal die Woche besucht.
ich will sie alle - okay - fast alle probieren. 
diese kleinen, unsagbar schöngestalteten, raffinierten bömbchen.
ich finde ja schon immer die auslagen toll.
und dann. welche nehme ich nur.

um diese entscheidung jedesmal nicht zu einem kraftakt mit mir selbst werden zu lassen, habe ich mich entschlossen. 
ich probiere sie nach und nach. 
fast alle.

wofür schlägt euer herz?



seid ihr florentiner - fans?



meine rang-liste:
1. amarettotrüffel
2. honigtöpfchen
3. florentiner


Montag, 10. März 2014

Leon de Winter + Fakten liebäugeln mit Phantasie

das ist der stil von Leon de Winter, bestsellerautor, romancier, querdenker.
Er hat den roman „Ein gutes Herz“ (Erscheinungsdatum 28.08.2013), geschrieben.

im frühjahr 2013 führte der verleger des diogenes Verlages ein interview mit Leon de Winter.
ein gespräch, das spaß gemacht hat.




denn der autor schildert mit viel selbstironie die quirlige entstehungsgeschichte des neuesten romans, die unterhaltsamer nicht hätte sein können.

als der verleger für eine tterminvereinbarung bei de Winter zuhause in holland anrief, gab dessen ehefrau zu, dass sie ihren mann nach los angeles geschickt habe. sie war der überzeugung, dass er seinen neuen roman hier in den NL nicht zu ende bringen würde.

eigentlich wollte Leon de Winter einen thriller schreiben. aber er hatte mühe. eines tages erschien ihm Theo von Gogh im traum, ein niederländischer filmemacher, der von islamisten ermordet wurde, im traum.


er recherchierte über dessen tod und stieß dabei auf ein youtube-video, in dem Theo van Gogh über Leon de Winter sprach.
er sagte schreckliches über ihn. 


Leon de Winter war sprachlos, erschüttert, wütend. erst nach einigen durchwachten nächten wurde ihm bewusst, dass Theo van Gogh eine rolle bekommen musste in seinem roman.
diese erkenntnis befreite Leon de Winter und so schrieb er das erste kapitel in einem zug. und das war gut. seine Frau las es sprachlos staunend.
doch jetzt mussste er beziehungen schaffen zwischen Max Kohn (seiner ursprünglich angedachten hauptfigur) und dem auftauchen von Theo van Gogh. anderthalb jahre feilte er an der struktur des romans.  Es wurde ihm klar, wenn Theo van Gogh auftaucht, muss er selbst auch mitwirken und wenn er eine rolle spielt, muss seine ehefrau auch mit dabei sein.


eine neue geschichte entstand.










ein roman, den ich jedem ans herz legen möchte.
jedem, der mal etwas anderes lesen will.