ausstellungen

ausstellungen:
2014: hausausstellungen (E)
2015: hausausstellungen (E)
2016: kunst im loft Lörrach (G)
2016: withas Werkhof in Hartheim (G)
2016:
winzerkeller Kirchzarten (E)
2017: winzerkeller Kirchzarten (E)
2017: rathaus Albruck (G)
2017: int. kunstausstellung in Frankreich (G)

2017: mediathek Müllheim (E) 04.10. bis 30.12.02017
2018: helios klinik, 79379 Müllheim(E) 06.01. bis 15.03.2018
2018: whitas Werkhof, Hartheim (G), 01.04. bis 31.10.2018
Teilnahme an Projekt zum Thema "STADT"
2018: kurhaus Bad Krozingen (G) 04.05. bis 30.06.2018
2018: thersienklinik Bad Krozingen (G) 02.06. bis 31.08.2018
2018: helios klinik breisach (E) 08.07. bis 31.12.2018

mitgliedschaften:
kunstkreis freeART
schreibwerkstatt klinspor, offenbach
kunstverein gundelfingen




Dienstag, 2. September 2014

laugenweckle zum frühstück - schwäbisch gut

ich habe bereits hier
ein buch der autorin, elisabeth kabatek, vorgestellt.

danach habe ich nachschlag gebraucht. ich war richtig neugierig. 
in der bibliothek habe ich  
laugenweckle zum frühstück 
ausgeliehen.


eine alltagsstory über eine junge frau, die auf jobsuche ist.
die sich viele gedanken um sich selbst und ihre eigenschaften macht.
die sich immer wieder motiviert und manchmal grandiose (sehr lebensnahe) ausreden findet, dinge nicht machen zu müssen.
die eine superliebe freundin hat und eine schwäbische verwandtschaft.

und einen neuen nachbarn.....
und alteingesessene hausmitbewohner, die so schwäbisch sind, das es schon wieder realistisch anmutet. das ich das gefühl hatte, die wohnen bei mir nebenan.

die aussagen der schwaben. zum wegwerfen. zum brüllen.
so realistisch.


hier ein paar kostproben:

"was mache ich jetzt mit dem toten Fisch?" fragte ich.
 ins klo spülen oder in den Müll tun? 
Gelber Sack ist es ja nun bestimmt nicht. Restmüll oder Biotonne?"
Der Verkäufer kratzte sich am Kopf. "also , des isch ja a zemlich kloiner Fisch. 
I däd den end Biotonne". 
Er gab mir Max II in einer zugeknoteten Plastiktüte mit. 
Ich hatte gehofft,  Max II unbemerkt in seinen big-brother -container 
(Aquarium, amerkung von mir) zu bringen, zumal ich keine ahnung hatte, 
wann Herr Tellerle am Sonntag von Malorka (anmerkung von mir: schreibweise !) 
nach Hause kommen würde. 
Ich spürte, wie das Wasser im Plastikbeutel hin- und herschwappte 
und war mir nicht sicher, wie Schleierschwänze auf wellen der windstärke 7 reagierten.
(auszug Seite 96)


Als ich endlich an die Reihe kam, hatte es bereits zweimal geklingelt.
 Rasch zog ich meine Feinsstrumpfhose hoch. zu rasch.
ich fluchte. ein besonders schönes exemplar von laufmasche zog sich
 vom hüftknochen bis unter den rockrand, mit deutlicher tendenz nach unten.
mannomann, warum hatte mir lila nicht verraten, dass das tragen
von feinstrumpfhosen voraussetzte, zwei bis drei ersatzstrumpfhosen im handtäschen
mit sich zu führen?
ich legte meine hand auf die laufmasche unterhalb des rockes
und lief rasch hinauf in den dritten rang.
ich hinkte wie der glöckner von notre dame.
(auszug Seite 218) 


Die Geschichte nimmt zwar kein unerwartetes Ende, aber der Verlauf bis zum Schluss ist dennoch unerwartet. 
Ich habe nicht mit diesem tricky end gerechnet. 

Bin gespannt, wie es euch geht.